Sunday, August 5, 2007

Die Lisa ist da!

Am Mittwoch kam meine Schwester mit einem leeren Rucksack, 3 kg Suessigkeiten und 4 Wochen Zeit Thailand zu erkunden. Natuerlich wurde sie gebuehrend empfangen! Um sie nicht gleich dem Kulturschock auszusetzen habe ich mir extra groesste Muehe gegeben, nicht in die thailaendische, sehr weibliche Stimmlage zu verfallen, sondern zumindest so zu tun, als wuesste ich es nicht besser und wuerde gerade aus Deutschland kommen. Der Versuch ist trotz einem sehr monotonem „sawatdika“ voellig fehlgeschlagen, Lisas erster Kommentar war: „warum saeuselst du denn so?!?“ Die Antwort ist wohl: weil man hier automatisch sanft und lieb und nett wird. (Bis dann der grosse Knall kommt). Vielleicht mag man dann auch irgendwann nach einem laengeren Aufenthalt viele Schleifchen und Rueschchen und vor allem die Farbe pink. Ich glaube, ich werde davor nach Hause fahren… ;-) Was wieder zu der Henne-Ei-Frage ueberleitet: Gibt es in Thailand so viele Schwule, weil die Gesellschaft so weiblich ist oder ist die Gesellschaft so weiblich, weil es so viele Schwule gibt? Oder ist die Gesellschaft einfach nur so tolerant, dass sich niemand verstecken muss? Willkommen in Thailand, Schwesterherz!

Mittwochs Abend haben wir unsere anfangs so lang gepflegte Tradition gebrochen und sind nicht etwa an einem Donnerstag sondern einen ganzen Tag zu frueh auf den Nachtmarkt – als kleine Einfuehrung in die Marktlage. Die wurde kraeftig ausgekundschaftet und der Markt selbst angekurbelt.

Tagsueber durfte mein Schwesterchen also alles anschauen, was ich schon gesehen, fuer toll befunden habe, aber nicht unbedingt noch mal touristisch anschauen muss.
Donnerstags Abend haben wir als einzige Westler zu dritt einem Endorphine Konzert in einem aeusserst schoenen Restaurant auf Stelzen und im Wasser gelauscht. Endorphine ist eine sehr bekannte thailaendische Rockband, wer mich im September besuchen kommt, wird sie bestimmt hoeren koennen…!! Und DAS wird NICHT die Rausschmeissmusik! ;-)
Freitags Abend war grosses Abteilungs come together mit schick essen gehen. Na, da kommen wir doch gerne!!

Und dann war auch schon Wochenende und Bangkok anschauen angesagt. Erster Tag: gemuetliches Fruehstueck in der Oase und dann Chatuchak. Und sie ward’ nimmer wieder geseh’n… Weiter als bis ins Antiquitaetencafe haben wirs dann auch nicht mehr geschafft. Aber da dort seit neuestem jeden Abend live Thai Musik kommt und die Tuer zum Pool nachts auch wieder offen steht, ist das auch nicht so tragisch…

Zweiter Tag: Volles Programm. Erawan-Shrine, Phallus-Schrein, Sri Mariammam Tempel, Booetchen fahren, Wat Pho Gegend, Wat Arun, Bustickets besorgen, mbk, Sushi essen und just in time ins Kino, um dem Koenig und „Paris, je t’aime“ zu huldigen. „Paris, je t’aime“ kann ich nur empfehlen, ein wunderschoener Film! So schoen europaeisch und ich war so gefangen in den Strassen von Paris, wie man es vielleicht nur sein kann, wenn man gerade weit weg von zu Hause ist. Die Thais fanden das nicht so, jedenfalls war das Kino vor Ende des Films ziemlich leer… Und ich, ich war ein wenig irritiert, mich auf den Strassen von Bangkok wieder zu finden.

Montags morgen um viertel vor 5h hat sich Lisa dann auf und davon geschlichen, um nach Koh Pagnan zu fahren und erstmal Inselerkundung zu betreiben. Am Samstag treffen wir uns dann auf Koh Tao, ich freu mich schon! Denn Koh Tao ist ja das Paradies… das man im Schlaf erreicht und wo es Buchten wie riesige Badewannen gibt und solche mit mehr Tiefgang, bunte Fische und Haengematten mit Meeresblick…

Also, liebe Eltern, wie ihr seht, es gut uns mindestens genauso gut in Thailand wie euch in Schweden! ;-)

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