Wednesday, May 30, 2007

Nachtrag 3

21.-24. Mai 2007

Da ich meine Abendstunden diese Woche hauptsaechlich geschaeftlich verbracht habe, werde ich die Gelegenheit nutzen und euch ein bisschen ueber mein Praktikum erzaehlen. Auf meiner Visitenkarte steht engineering co-ordinator und das ist auch genau das, was ich hier tue. Meine Aufgaben selbst sehen jeden Tag ein wenig anders aus und definieren sich je nach Notwendigkeit: Informationen einholen und weitergeben, Meetings beiwohnen, einberufen und/oder moderieren, Briefe schreiben, Zeichnungen durchschauen, Designdokumente ueberpruefen, Factfiles erstellen,… Und manchmal – so wie diese Woche – Geschaeftsessen und Verhandlungen. Ich arbeite hier mit Menschen aus Thailand, Deutschland, Frankreich, England, Australien und Malaysia zusammen. Unsere Sub-Contractor kommen aus den Niederlanden, Frankreich, China, Singapur, Deutschland und Thailand. Es ist unglaublich interessant (und manchmal auch einfach nur unglaublich), was ich im interkulturellen Kontext erfahre. Spaetestens seit mein Chef zwei Wochen in Urlaub war, womit ich fuer diese Zeit automatisch Ansprechpartner Nr. 1 fuer den Großteil seiner Aufgaben wurde, fühle ich mich als Mitarbeiter voll integriert. Aber das Allerbeste ist: Wenn ich abends nach Hause fahre, komme ich an den Baustellen vorbei, auf denen die Bahnstrecke gebaut wird und ich kann sagen: „Heute habe ich dazu beigetragen, dass es hier vorwaerts geht.“
Mein Chef hat mir am ersten Tag prophezeit, dass ich in den 5 Monaten mehr lernen werde als in 5 Jahren in Deutschland. Vor 4 Monaten habe ich euch erzaehlt, dass ich mein Traumpraktikum gefunden habe. Das hier uebertrifft meine Vorstellungen von damals bei weitem! Und mein Fazit? Schnell Studienarbeit schreiben und fertig studieren ;) (Wenn ich schon so etwas sage…!:) Und zu schnell muss es dann auch nicht sein ;)) Fuer die Diplomarbeit habe ich neue Plaene geschmiedet. Die sind aber noch in der Angebotsphase und dazu gibt’s spaeter mehr.

Nachtrag 2 - BANGKOK EXTREME

Bangkok, 19./20. Mai

Wenn fuer manche Wochenende gleichzusetzen ist mit Ausschlafen und Erholen, heisst das fuer uns: Foto einpacken und Jagd auf die Plätze, Tempel, Märkte und sonstigen unerschöpflichen Sehenswürdigkeiten dieser Stadt machen. Vergiss Schlaf! Hier die Highlights:

Erawan Schrein: Der wichtigste und groesste Hausschrein, der gebaut wurde, um die boesen Geister zu besaenftigen, die beim Bau eines Hotels fuer einige Unfaelle und Zwischenfaelle gesorgt hatten. Dort sieht man Menschen mit vollgepackten Taschen, die beim Einkaufsbummel kurz anhalten, um dem Schrein zu huldigen.











Phallusschrein: ein etwas extravaganter Schrein an einem Luxushotel. Die Angestellten beten tatsächlich in diesem extravaganten Schrein.













Sri Mariammam: hinduistischer krasser Tempel. Leider darf man innen keine Fotos machen. Alles sehr zeremoniell, von denen ich keine einzige verstanden habe. Aber sehr beeindruckend. Nur die indischen Priester sehen wohlgenährter und kapitalistischer aus. Natürlich bestimmt nur auf den ersten subjektiven von skinny Thais beeinflussten Blick.













Klong Toey Markt: Zwei Europäer (=wir) und viele, viele, viele Thais. Das heisst, wir haben die bunten Auslagen bestaunt und die Thais uns. Alles sieht sehr lecker aus. Sogar die toten Fische. (Es gab auch Lebende.)











Wat Pho: Da liegt ein großer Buddha rum (excuse me, 50m!) und viele Touris rennen aussenrum und machen Fotos. Wir fühlen uns ein bisschen falsch verstanden (wir sind keine Touris und wollen keinen Tourimist kaufen!) Aber Wat Pho steht verständlicherweise auf jeder Must-Do-Must-See-Bangkok-Liste. Am Wat Pho stehen die einzigen Mülltonnen von ganz Bangkok. Mit dem Schriftzug: Keep Bangkok clean! Haha. Vielleicht sollte man es erstmal mit „Start cleaning up Bangkok“ probieren.










(Bei Tempelbesuchen muss man die Schultern bedeckt haben, deshalb haben wir uns warm eingepackt)









About Cafe: soll ganz toll sein, weil Kultur und Kunst und so, aber nicht da, wo wirs gesucht haben. Es wird einen neuen Anlauf geben, vielleicht können wir es mit einem großen Sprint in seinem Umzugslauf aufholen.

Lumphini Park: Voll schön, aber ein bisschen gefährlich manchmal. Ich fürchte, wir sind die ersten, die sich von der Klofrau verprügeln lassen mussten. Dafür ist es saulustig, circa 200 Thais beim Massenaerobik zuzuschauen, haha :)














Ancient City (=Muang Boran): Supertoll, klare Luft, Fahrradfahren: Minitandems ohne Bremse: Flipflops futsch. Aber lustisch.










(Das erste Foto ist ein Familienfoto von Maphrao, Khao, mir, Namka, Tine, Sapalot und Daengmo. Bis dahin uns gaenzlich unbekannt... )

Nachtrag 1 - die Woche vom 14. bis 18. Mai

24. Mai 2007
Bevor ich gleich meine Schachen zusammen packe, um morgen abend in den Nachtzug Richtung Koh Tao zu steigen, wird es doch mal wieder Zeit Bericht zur Erstatten. Die letzten zwei Wochen war Tripplanung angesagt und jetzt kann ich stolz die Ergebnisse verkuenden (immer schoen target oriented denken! ;) : Die naechsten 6 Wochenenden werde ich in 4 verschiedenen Laendern verbringen.

Montag haben wir also endlich alle benötigten Busfahrtickets besorgt und ALLES erledigt, was so anstand. Inkl. Bar und Märkte :) Der Fitnessraum war um 2h morgens leider schon geschlossen, aber wir sind auch so totmüde ins Bett gefallen.

Dienstag war Kigs und Chaos letzter Tag bei uns und deshalb waren wir in einem von Kig ausgesuchten japanischen Restaurant mitten im Siam Paragon (die Edel Shopping Mall) essen. Ich haette vielleicht nicht gerade eine Shopping Mall zum Essen gehen ausgesucht, aber es war ganz nett, sah edel aus und das Essen hat gut geschmeckt. Allerdings habe ich ein wenig Angst bekommen von dem ganzen rohen Fisch in meinem Bauch als Tine 10 Minuten nach dem Essen so richtig schlecht wurde und der Abend dann ziemlich schnell vorbei war…

Mittwoch abend wurde nach einer kleinen Irrfahrt durch die Stadt bei 36C Badminton gespielt. Es hat super Spass gemacht, obwohl bei den Temperaturen auch kein Ventilator mehr hilft, und ich habe endlich das traditionelle Transportmittel auch hier in Bangkok gesehen: einen bildhuebschen Elefanten, der mit seinem „Fahrer“ gemuetlich die Strasse ueberquert hat. Uebrigens steht das unter einer Strafe von 500 THB, die praktisch aber nicht erhoben wird.

Nach dem Tuktuk-Desaster am Wochenende habe ich es am Donnerstag auch endlich ins ARC geschafft. Das ist eine Strasse voll mit Diskos, Bars, Kneipen, Clubs und hipper Thai Jugend. Der groesste Club da ist Route 66. Unter anderem hat eine supergeniale Thai Band gespielt, etwa wie the Strokes auf Thai. Als Nichtasiate fuehlt man sich ziemlich exotisch und faellt auf wie ein Marsmaennchen. Es war ja schon fast suess, wie stolz die Um-mich-rum-tanzenden waren, dass sie neben mir tanzen durften. Die Tanzflaeche selbst ist zugepflastert mit kleinen Tischen, um die dann alle rumstehen. Was ich allerdings immer noch etwas befremdlich finde, ist dass hier maennliche Saenger, die furchtbar schnulzige Lieder singen, von ebenfalls maennlichen Jugendlichen Kusshaende bekommen.

Freitag waren wir bei einer Ex-FBI-Agentin vietnamesisch essen. Das ist so ganz anders als Thai und ich freue mich schon auf Hanoi. Mit dabei war auch Nadia, die aus New York kommt… mehr brauche ich dazu nicht zu sagen, oder?! :) Danach sind wir weiter zu einer Oase im traditionellen Thai-Haus Stil in Soi 11, ein bisschen wie tropischer Urwald mitten in der Grossstadt.

Monday, May 14, 2007

12./13. Mai: zweiter Besuch

Achtung, das wird ein langer bericht! Aber vielleicht (oder gerade deshalb?) trotzdem interessant :) :

Die Zeit rast mal wieder und ich kann es gar nicht glauben, dass ich schon 1,5 Monate hier bin. Die Wochenenden bis Ende Juni sind schon fast komplett verplant, im August kommen mein Schwester und Fusako. Bleiben noch die Juliwochenenden und der halbe September zum Reisen und zur freien Verfuegung. Mein Reiseplan soweit fuer die naechste Zeit: Ancient City und weiter Bangkok, Koh Tao (Tauchparadiesinsel), Siam Reap (wo der Angkor Wat steht), Phimai (Nationalpark und Khmer Tempel), Krabi (Strandidylle), Singapur hoffentlich, Hanoi und dann mal schauen.

Ok, jetzt aber zum Wochenende:
Am Freitag nach der Arbeit wollten Tine und ich zum Bahnhof und Zugtickets zum Bahnhof holen. Aber wenn hier auf eine Sache Verlass ist, dann auf den Verkehr. Und die Verkehrsregel Nr. 1 (ohne Ausnahme) lautet: Wenn man es eilig hat, ist Stau. Nach einer kleinen Odysee und Stillstand sind wir also einfach ausgestiegen und gelaufen. Nachdem auf dem schlechten Pflaster hier dann auch noch der Absatz meiner Businessschuhe abgebrochen ist, sind wir kurzerhand ins MBK gefahren (das Einkaufszentrum der Thai Jugend) und haben Schuhe gesucht. Keine Chance. Mit der Zeit im Nacken sind wir auch gerade noch rechtzeitig vor Jenny zu Hause angekommen. Die macht gerade Praktikum in Singapur und hatte die Ehre mein zweiter Besuch zu werden. Als Entschaedigung fuer alle Rumrennerei sind wir abends zufaellig in die Eroeffnung des oberen Stockwerks meiner Lieblingscafebar mit guter (!!) live Thaimusik gestuerzt. Sehr gut! Und das beste: wir waren wie immer dort die einzigen farangs (=westler).

Am Samstag morgen haben wir uns um 5h getroffen (!!!), um vor den Touris um 8h am floating market zu sein. Und es hat sich gelohnt! Da sieht es so aus, wie man sich das von den Bildern aus Thailand so vorstellt. Jeglicher Handel wird von Booten in kleinen Flussarmen betrieben. Natuerlich gibt’s auch Touristenzeug, aber viel besser sind die ganzen Fruechteboote mit Obst, das ich im Leben noch nicht gesehen habe. Und Kig und Chao haben aufgepasst, dass wir auch alles probieren :). Auf dem Heimweg haben wir Halt bei einer riesigen Pagode, einem typischen Bangkok-„Restaurant“ und Huam Lamphong zum endlich Ticket kaufen gemacht und dann Jenny mit dem Tuktuk auf den Chatuchak geschleppt. Geplant war eine Stunde, aber das geht einfach nicht… der Markt ist einfach zuuu toll und es gibt viel zu viele schoene Sachen! Auch nach dem 3. mal ;) fuer die ultimative Bangkok-Erfahrung hautnah gings auch mit dem tuktuk wieder heim. Danach war mir dank der ganzen Abgase richtig uebel und der Abend fuer mich leider gelaufen. :( Jenny hat sich von der Thai Fussmassage ueberzeugt, die anderen waren mit den Thais noch in einem Club bei uns um die Ecke (wo ich wirklich gerne mitwaere :( )
Hier sollte ich vielleicht mal die Thai Gastfreundschaft erwaehnen, wovon wir uns eine grosse Scheibe abschneiden duerfen!!!

Heute morgen gings wieder frueh los und mit Skytrain und Express boat und mit Kaffee gestaerkt zum Grand Palace. Tja, der ist einfach unbeschreibbar. Viel mehr kann ich dazu nicht sagen, ich glaube nicht, dass ich die Atmosphaere auch nur annaehernd vermitteln kann. Ueber einen Amulett-Markt, auf dem alle moeglichen buddhistischen Symbole und Gluecksbringer verkauft werden, ab zur Khao San (weil die auf Jenny´s must-do-Liste draufstand ;)) Auch die ist immer wieder krass. Auf den Golden Mount haben wir sie dann alleine hoch geschickt, aber nach Little India (Phahurat) und Chinatown sind wir natuerlich mit. Am einen Ende der Stadt kann man sich nie vorstellen, wie es am anderen Ende ist. Chinatown ist einfach eng und dreckig und ueberfuellt. Da gibt es ueberdachte Strassen von 2m Breite, die voll mit Marktstaenden und Menschen sind. Platzangst waere da aeusserst unangenehm. In den grossen Strassen fahren Busse, deren schwarze Auspuffwolke noch 10 Sekunden nach Abfahrt in der Luft steht, Muelleimer gibt es hier ja generell nicht. Daneben unmengen Essensstaende, wie ueberall in Bangkok, und in den Hintergassen kann man in die Haeuser schauen, bei denen man nicht weiss, ob das jetzt ein Laden oder das Wohnzimmer oder eine Muellhalde sein soll oder wahrscheinlich alles zusammen. Dafuer riecht es richtig gut, weil ueberall an den Haeusern kleine Schuesselchen mit Raeucherstaebchen haengen. Ueberzogen mit Staub und Russ sind wir weitergezogen zum Siam – dem In-Viertel. Alles supermodern, superteuer (=europaeisches preisniveau), Superkonsum, supersauber, superchic angezogene Menschen. Dort wurde angemessen abend gegessen: leckeres Sushi! Und Jenny meinte treffenderweise: Hier packt man abends lauter schoene Sachen aus seiner Tasche und freut sich, weil man schon ganz vergessen hat, dass man sie gekauft hatte! Tja, so geht’s mir seit 6 wochen :D Damit war fuer Jenny der Bangkok-in-2-Tagen-Trip leider schon zu Ende und Tine und ich haben uns erstmal im Pool den Dreck aufweichen lassen und sind dann zurueck zum Siam auf der Mission Neue-schuhe-fuer-die-arbeit-kaufen. Nach 2 Stunden und der Begutachtung von (im Ernst!) ca. 5000 Schuhen, von denen genau 2 passend gewesen waeren, waeren meine Fuesse kleiner, haben wir frustriert aufgegeben. Nachdem wir uns dann auch noch in dem Geschaeft verlaufen haben und wir bei den Kleidern schockiert festgestellt haben, dass Groesse m in Deutschland einem 6-jaehrigen Kind passen wuerde und die Hosen selbst bei den schaufensterpueppchen mit geschaetztem Hueftumfang 40 und Koerbchengroesse AA gespannt haben, wussten wir nicht mehr so ganz, ob wir lachen oder weinen sollen. Natuerlich haben wir uns letztlich fuer Ersteres entschieden, schliesslich ist es hier einfach zu gut! Ich glaube, das fand auch Jenny :) Weiterer Besuch ist herzlich willkommen, es war wirklich ein super Wochenende! Und ueber unsere Fuehrerqualitaeten duerft ihr euch gerne bei Jenny erkundigen ;)



Bilder:
No. 1,2,3: Floating Market




Woche 6

Woche 6 war relativ entspannt: Cafe 50 (das tolle in dem Antiquitaetenladen), gemuetlich DVD schauen, nochmal SuanLum Night Market (wo wir zum traditionellen Puppentheater leider zu spaet gekommen sind) und Arbeitstage gabs ja auch nur 4 :) Dafuer darf ich meinen Chef vertreten und ich war das erste Mal auf der Baustelle am Flughafen. Jeder Sicherheitsbeauftragte wuerde die Krise bekommen und ich bin beinahe in ein Loch gefallen, weil die Abdeckung nicht gerade stabil war, aber fuer Thai Verhaeltnisse siehts doch ganz ordentlich aus und manche tragen sogar Sicherheitsschuhe!

Die naechste Woche...

Ich traue mich nicht, die Wochenzahlen zu nennen. Vielleicht geht dann die Zeit zwar super schnell vorbei, aber endet einfach nicht ;)

Mittwoch haben wir endlich The Beach angeschaut. Es ist schon gut, wenn man weiss, wo was spielt :) Und jetzt traeumen wir vom Inselbesuch….. bald, bald!
Donnerstag ist wie immer Suan Lum angesagt. Das ist schon Tradition. Und Tine war ja auch noch nicht da, also guter Vorwand...
Und Freitag waren wir endlich im Cafe um die Ecke, in das ich seit dem ersten tag reinwollte. Das ist so ein Antiquitaetenladen, der abends zur Cafébar wird. ZU schoen!! Supergemuetlich und sehr stylisch. Das ist meine neue Lieblingslocation hier ;) Richtig krass sind allerdings die kleinen Kinder, die nachts durch die Bars ziehen und Rosen verkaufen (muessen?!).

SAMSTAG
Lang ausschlafen und ab mit Kig, Patrick und Christine auf den Chatuchak-Markt. das war echt gut, auf thai handelt es sich einfach besser :D Natuerlich ahben wir wieder Stunden dort zugebracht. Kurz heim und dann gings auch schon wieder los zum Essen mit Jesse und anschliessend ins Kino -> Valley of Flowers. Der Film ist echt gut, sher zu empfehlen! Aber nur, wenn man auch "komische" Filme mag. Danach waren wir noch in einer Jazzbar ohne Jazz und dann gings heim.














SONNTAG
Sonntag haben wir den absoluten Touritag hingelegt. Mit Khlongtour ab dem Orientalhotel und Tuktuk-Tour. Das Orientalhotel ist eines der besten der Welt und sieht von aussen ziemlich unscheinbar aus, aber wenn man einmal dort uebernachtet hat, weiss das Personal auf Lebenszeit Namen und alle Sonderwuensche. Die Khlongtour wurde uns so beschrieben: "and then you go here and see how thai people live and then you go here and see how thai people liiive". das war jetzt ncht gerade der grund, warum wir auf den kanaelen fahren wollten... das ganze war echt supertourimaessig, aber trotzdem eine gute erfahrung. wenn man als nicht-thailaender in einen khlong faellt, muss man uebrigens sofort ins krankenhaus! die bakterien darin sind so krass, dass man sich damit in lebensgefahr begeben wuerde. wenn man das wasser mal gesehen hat, weiss man auch warum...
danach sind wir richtung wat pho gelaufen und sofort in die tuktukfahrerfaenge geraten. allerdings wussten wir auch vorher, dass wir fuer den preis wahrscheinlich bei irgendeinem laden stoppen muessen. der laden war der absolute mafiaschneider, aus dem wir schnell wieder gefluechtet sind. darauf meinte der fahrer, dass wir jetzt ja auch laufen koennten... haha! wir haben uns einfach genauso dumm gestellt und zum golden mount fahren lassen. das ist en tempel auf einem huegel, von dem aus man einen wunderschoenen blick ueber die stadt hat. wir sind einfach so lange oben geblieben, bis uns klar war, dass der tuktukfahrer nicht mehr da sein wuerde.... ;) erstaunlicherweise haben wir ihn in der min. 10 mio.-stadt wieder getroffen!! in der khao san haben wir gegessen und uns zu hause noch eine fussmassage gegoennt.




















MONTAG
Der Montag war mal wieder frei und nachdem wir kene lust mehr auf bloede touris hatten, haben wir die sache selbst in die hand genommen und unsere eigene wat-tour organisiert. (wat heisst uebrigens tempel). Bangkok hat ca. 400 davon. Einfach zu schoen! Abends haben wir uns mal wieder bei Jesse getroffen - diesmal zum Sushi essen, Little Miss Sunshine schauen und Plaene fuers naehchste Wochenende schmieden.








Wednesday, May 2, 2007

Das Moped

ist hier zu meinem absoluten Lieblingsverkehrsmittel geworden! es ist schnell (weil man sich ueberall durchschlaengeln kann), man ist an der frischen Luft (was manchmal auch nicht so toll ist) und es macht Spass! Aber es gibt da so ein paar Regeln, die man beachten sollte:

1. Der Auspuff ist HEISS und macht riesenfette Brandblasen
2. Die Rueckspiegel geben die auesserste Begrenzungslinie zur Seite an. NIEMALS die Beine darueber hinaus strecken! Das koennte zu boesen Schuerfwunden und ungewollten Bekanntschaften mit Autos und Bussen fuehren
3. schreckhaft sollte man nicht gerade sein...
und 4. habe absolutes Vertrauen zum Fahrer, der macht das schon.

Kanchanaburi, Teil 1 und 2, 28.4.-1.5.

Am Wochenende bin ich mit Patrick frueh frueh morgens los, um mit dem Bus nach Kanchanaburi zu fahren. Die Gegend da ist total schoen und gruen und angeblich gibt es dort einen der schoensten Nationalparks von ganz Thailand. Wir haben uns mal wieder ein Moped gemietet und sind damit durch die Gegend geduest. An riesigen Tempeln und Bananenplantagen vorbei und das ganze Gruen tat so richtig gut nach Bangkok. Sonntag sind wir 2(!) Stunden zu den Erawanwasserfaellen auf dem Moped gefahren (das ist so die absolute Sitzgrenze), aber es hat sich SO gelohnt! Die Wasserfaelle sind in einem der Nationalparks, auf 9 Stufen und es gibt dort Stellen, die dem Paradies sehr nahe kommen muessen. Wunderschoen! Auf dem Weg wurden wir von 1000nden von weissen Schmetterlingen begleitet........













Am Montag hat Jesse zur Diner Party eingeladen, die so richtig international wurde. Sie schafft es immer, so nette und interessante Menschen um sich rum zu versammeln und der Abend war einfach klasse. Danach sind wir mit ihr um die Haeuser gezogen. Das aber eher unfreiwillig und bei stroemenden Regen, weil Christine keine ID dabei hatte und hier die meisten Bars um 2h schon zumachen. Trotzdem wars lustig und letztendlich sind wir im Tapas gelandet, merken!


DIENSTAG:
Dienstag war Feiertag und Ben hat mich eingeladen mit nach Kanchanaburi zu fahren. Also bin ich nach 4 Stunden schlaf tapfer wieder aufgestanden, um mich mit ihr und ihrem vater zu treffen und den weiten weg (wieder ) anzutreten. Diesmal allerdings viel komfortabler im auto. Auf dem weg sind wir zur groessten pagode hier gefahren. Die geschichte dahinter ist, dass ein Junge aus versehen seine eltern umgebracht hat und zur versoehnung mit seinem kharma diese pagode bauen ließ. Ich habe mir erklaeren lassen, dass es im buddhismus keine Vergebung gibt und nur die taten zaehlen, die am ende des lebens gegeneinander aufgewogen werden. Erst muss man fuer alle seine schlechten taten buessen, danach wird man fuer seine guten belohnt. Daher war seine investition im grunde voellig umsonst. Zumindest fuer den ersten part…
Durch Kanchanaburi fuehrt eine eisenbahnstrecke, die im zweiten weltkrieg von kriegsgefangenen und der thailaendischen bevoelkerung unter dem zwang der japaner gebaut haben. 70% aller kriegfgefangen, die am bau beteiligt waren, sind dabei gestorben, ausserdem weitere 100000 menschen aus der zivilbevoelkerung. Daher gibt es dort recht viele Friedhoefe der Alliierten und natuerlich Gedenkstaetten. Auf den Grabsteinen stehen Widmungen der Familien und Liebsten, das ist schon etwas ergreifend. Bens Cousine hat gefragt, warum die Christen die Seelen ihrer verstorbenen nicht ruhen lassen koennen. Den Platz faende sie unheimlich, weil sie das Gefuehl hat, dass dort lauter Geister um sie herum fliegen. Mit der Reinkarnation im Buddhismus ist das nicht so ganz vereinbar. Bei solchen Fragen fange ich immer an zu staunen und mir wird mal wieder bewusst, wie anders das hier ist. Was ich besonders beeindruckend fand war der Songkran-Brauch, der nachtraeglich vollzogen wurde. Dabei wird das aelteste Familienmitglied mit wasser besprenkelt und ein bisschen weiss angemalt. Dann knien alle vor ihm oder ihr nieder, geben gute Wuensche und Segen und erbieten Ehre. Die Haeuser hier sind voller Bildnisse der Ahnen und meistens steht noch ein kleiner Altar davor mit Raeucherstaebchen und Blumen geschmueckt. Daneben gibt es natuerlich auch noch den obligatorischen Hausschrein, um die guten Schutzgeister zu ehren. Jedenfalls war es ein super Tag und abends waren wir alle zusammen thai seafood essen. Das war das absolut beste, was ich hier je gegessen habe. Gegessen wir hier uebrigens immer zusammen und jeder bedient sich einfach aus der Mitte, falls ich das noch nicht erwaehnt habe. Das sollte man bei uns auch einfuehren.